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Diphyllobothriasis
(Fischbandwurm)
Definition und Verbreitung
Die Diphyllobothriasis ist eine Infektion mit dem Fischbandwurm Diphyllobothrium latum, der in der Muskulatur und den Nerven bestimmter, teilweise oder dauerhaft im Süßwasser lebender Fische (z. B. Lachse) vorkommt. Reine Meeresfische sind nicht betroffen. Die Erkrankung kommt weltweit vor.
Übertragungsweg
Nach dem Konsum von rohem, geräuchertem oder ungenügend erhitztem Fisch (z. B. Sushi !) werden die Larven im Darm des Menschen freigesetzt, wo sich der Wurm an der Darmwand fixiert. Die Lebensdauer des bis zu 10m langen Wurms kann bis zu 10 Jahre betragen.
Krankheitsbild
Die meisten Betroffenen haben keine Symptome. Bemerkt wird die Infektion nicht selten durch das Ausscheiden von Wurmteilen (Proglottiden) mit dem Stuhl. Treten Beschwerden auf, sind diese meist im Rahmen einer Anämie (Blutarmut) zu sehen (insbesondere vermehrte Müdigkeit, Leistungsschwäche), da der Bandwurm klassischerweise einen Vitamin B12-Mangel verursacht.
Diagnose und Therapie
Nach Diagnosestellung, die mittels einer mikroskopischen Untersuchung des Stuhls oder der Analyse mitgebrachter Proglottiden erfolgt, ist eine Therapie mit Anthelminthika, also wurm-abtötenden Medikamenten, beispielsweise Praziquantel möglich.
Verhalten bei Verdacht
Im Aufenthaltsland: Im Aufenthaltsland kommt es aufgrund der langen Inkubationszeit nur selten zu verdächtigen Symptomen. Wenn Sie ungewöhnlich Ausscheidung mit dem Stuhlgang bemerken, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der die weitere Diagnostik und Therapie veranlasst.
Nach Rückkehr: siehe Aufenthaltsland. Die Diagnose wird dann meist in einem entsprechend erfahrenen Labor gestellt.
Vorbeugung
Vorbeugend sollte auf den Genuß roher oder ungenügend zubereiteter Fische, z. B. in Form von Sushi und Sashimi verzichtet werden.
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