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Chikungunya-Fieber
Definition und Verbreitung
Das Chikungunya-Fieber ist eine durch Stechmücken übertragene Virusinfektion, die im tropischen Afrika, Süd- und Südostasien vorkommt. Das Virus, dessen Namen "sich krümmen" bedeutet, gehört zur Familie der Togaviridae und wurde erstmals 1952 in Tansania in 1952 aus Patienten und Moskitos isoliert. Da bisher kein tierisches Reservoir festgestellt werden konnte, werden Migranten und Reisende für die Ausbreitung verantwortlich gemacht Die größten Epidemien der letzten Jahre traten in Indien und Indonesien auf.
Übertragungsweg
Die Übertragung erfolgt durch auch tagaktive Stechmücken, beispielsweise in Südostasien durch Stegomyia albopicta (Aedes albopictus)oder durch Stegomyia aegypti (Aedes aegypti).
Krankheitsbild
Ungefähr 2 bis 4 Tage nach der Infektion kann es zu plötzlich auftretendem Fieber und Schüttelfrost, gefolgt von kribbelnden Gliederschmerzen kommen. Gelenksschmerzen sind mit ca. 70% das typischste Zeichen. Die akute Phase dauert ca. 2 bis 4 Tage, die gesamte Erkrankung ca. 5 bis 7 Tage an. In einigen Fällen kann es zu einem erneuten Fieberanstieg mit sehr starken Schmerzen der kleinen Gelenke und Hautausschlag kommen. Im Fall von schweren Verläufen halten die Gelenkbeschwerden nicht selten monatelang an.
Diagnose und Therapie
Die Diagnose kann durch Isolierung des Virus aus dem Blut, später durch Antikörperbestimmungen durchgeführt werden. Wichtig ist jedoch zunächst die Abgrenzung zu lebensgefährlichen Erkrankungen, z. B. Malaria, Ebola- oder Lassa-Fieber. Nicht selten wird aufgrund der Ähnlichkeit des klinischen Bildes zunächst an das häufigere Dengue-Fieber gedacht.
Da keine virus-abtötende Therapie mittels Virustatika möglich ist, werden lediglich die Beschwerden durch schmerzstillende und fiebersenkende Medikamente behandelt.
Verhalten bei Verdacht
Im Aufenthaltsland: Falls verdächtige Symptome auftreten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der zunächst gravierendere und behandelbare Erkrankungen wie z. B. Malaria oder Dengue-Fieber ausschließen sollte und anschließend die Therapie festlegt.
Nach Rückkehr: In Deutschland sollte die Diagnose spezialisierten Einrichtungen überlassen werden, da diese die meiste Erfahrung haben.
Vorbeugung
Da keine Impfung verfügbar ist, kann zur Vorbeugung lediglich ein sehr guter Mückenschutz empfohlen werden, der jedoch auch tagsüber durchgeführt werden muß.
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